Zinsbindung und Anschlussfinanzierung

Das größte planbare Risiko bei einer Finanzierung kommt nicht am Anfang, sondern nach Ende der Zinsbindung. Ein Beispiel zeigt, warum.

Ausgangslage im Beispiel

  • Darlehen: 107.000 €
  • Zins 3,8 %, Anfangstilgung 2,5 %, Rate 6.741 € pro Jahr
  • Zinsbindung: 10 Jahre

Nach 10 Jahren beträgt die Restschuld in dieser vereinfachten Rechnung ca. 75.000 €.

Was ein anderer Anschlusszins bedeutet

Angenommen, die Anschlussfinanzierung läuft über die Restschuld von ca. 75.000 € bei 2,5 % Tilgung:

AnschlusszinsRate pro Jahr (ca.)pro Monat (ca.)
2,5 %3.760 €313 €
3,8 %4.740 €395 €
5,5 %6.010 €501 €

Bei 5,5 % statt 3,8 % wäre die Rate rund 1.270 € pro Jahr höher. Das entspricht etwa 106 € mehr pro Monat.

Was Sie daraus mitnehmen können

  • Die Zinsbindung bewusst wählen: länger bedeutet meist Sicherheit, aber oft einen etwas höheren Zins
  • Einen Puffer einplanen, falls die Rate später steigt
  • Möglichkeit von Sondertilgungen prüfen
  • Frühzeitig vor Ablauf die Anschlussfinanzierung vergleichen

Wichtig: Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel mit jährlicher Verzinsung und keine Prognose künftiger Zinsen.

Allgemeine Informationen und vereinfachte Beispiele, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Ergebnisse sind keine Prognose.

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